Joseph Huber (Vorsitzender)
ist Professor Em. für Wirtschafts- und Umweltsoziologie der Martin-Luther-Universität Halle. Sein Interesse an gesellschaftlichen Entwicklungsperspektiven hat sich unter anderem in den 1980/90er Jahren im Konzept der ökologischen Modernisierung niedergeschlagen sowie seit Mitte der 1990er im Konzept einer Modernisierung des Geldsystems unter dem Begriff Vollgeld. Er gilt seither als Vordenker einer Vollgeldreform. Frühere Aktivitäten dienten der Wegbereitung ökologisch-ethischer Geldanlage. 2009 Mitgründer des Netzwerks Monetative, das 2012 in einen e.V. überführt wurde. 
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Hans-Christoph Binswanger

Hans-Christoph Binswanger

Hans-Christoph Binswanger
Professor Em. für Volkswirtschaftslehre der Universität St.Gallen, Spezialisierung in Umweltökonomik und Geldtheorie. Zahlreiche Publikationen, darunter Geld und Magie (2005) und Vorwärts zur Mäßigung (2009). "Aufs Geld kommt es an! Um sich vorstellen zu können, welche Reformen nötig sind, um eine Minderung des Wachstumszwangs und Wachstumsdrangs zu erreichen, muss … das Geld und die sich ins Unendliche fortsetzende Geldschöpfung … in die Erklärung einbezogen werden."

Christian Gomez

Christian Gomez


Christian Gomez
1975-83 Professor für VWL; enge Kooperation mit Maurice Allais, dessen Version eines Vollreserve Bankensystems er fortführt. 1983-2011 Geschäftsführer der Société Générale in verschiedenen Bereichen (Anleihen, Aktien, Investmentbanking). Seine Kritik am Mindestreserve-System und sein Resumé eines Vollreserve-Systems finden sich unter Osons Maurice Allais.

Michael Hudson
Distinguished Professor an der University of Missouri, Kansas City, USA. Finanzanalyst an der Wall Street. Wirtschaftsberater des Kongressabgeordneten und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Dennis Kucinich. Er plädiert für die Beendigung des bestehenden Giralgeldsystems sowie auch für weitergehende Finanzmarktreformen.

Michael Hudson

Michael Hudson

Steve Keen

Steve Keen

Steve Keen
Professor für VWL und Finanzwirtschaft, Leiter der School of Economics, History and Politics der Kingston University, London. Postkeynesianischer Kritiker der Neoklassik und des Marxismus. Inspiriert durch Minsky (Financial Instability Hypothesis im Gegensatz zu neoklassischer Gleichgewichtstheorie und Effizienzmarkthypothese), Fisher (Kredit/Schulden-Zyklus) und Schumpeter. In letzter Zeit beschäftigt er sich mit der Modellierung finanzieller Dynamik, die zu wiederkehrender Überschuldung bzw Vermögensblasen führt. Siehe auch Steve Keens Debtwatch.

Philippe Mastronardi
Prof für öffentliches Recht, insbesondere Verfassungslehre der Universität St.Gallen, Em. Zahlreiche Publikationen im Bereich Staatsrecht, Demokratietheorie und Rechtstheorie, darunter Verfassungslehre 2007. Die Geldordnung ist für ihn eine Frage von Verfassungsrang. Geldpolitik und bestimmte Finanzmarktfunktionen fallen als ’service publique’ unter die öffentliche Daseinsvorsorge. Deshalb hat der Staat die Erfüllung dieser Aufgaben nicht nur zu beaufsichtigen, sondern sie effektiv zu gewährleisten - nach Möglichkeit durch Rechtsvorschriften und geeignete institutionelle Arrangements. 

Philippe Mastronardi

Philippe Mastronardi

Helge Peukert

Helge Peukert

Helge Peukert
Professor für Plurale Ökonomik an der Universität Siegen, zuvor am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie der Universität Erfurt. Autor von Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise sowie Das Moneyfest. Während die neoklassische Marktgleichgewichts-Orthodoxie zur Erklärung und Handhabung der Krise kaum etwas beiträgt, findet Peukert bei heterodoxen Ansätzen geeignete Anknüpfungspunkte - institutionalistische, systemisch-evolutive, historische, behaviorale u.a. An erster Stelle der von ihm vertretenen Finanzmarkreformen steht eine Reform der Geldordnung, um die Geldmengenentwicklung in den Griff zu bekommen. 

James Robertson
lebt in Oxon, UK, als Autor und Berater bzgl alternativer Zukunftsentwürfe (www.jamesrobertson.com). Mitbegründer der New Economics Foundation (NEF) im Jahr 1985. Im Jahr 2000 veröffentlichte er zusammen mit Joseph Huber im Auftrag der NEF Creating New Money, in welchem gefordert wird, die Geldschöpfung den Banken aus der Hand zu nehmen, um sie staatlichen Zentralbanken zu übertragen, für eine Geldemission frei von Schulden und zugunsten öffentlicher Ausgaben. "Warum in aller Welt", sagt er, "erlauben wir der Politik damit fortzufahren, den Geschäftsbanken das große Privileg der Geldschöpfung auf unsere Kosten zu überlassen?“ Seine frühe Karriere begann in Whitehall; er arbeitete im Cabinet Office von Premierminister Harold Macmillan. Später gründete und leitete er die Interbank Research Organisation, ein Future Study Think-Tank britischer Banken.

JAMES ROBERTSON

JAMES ROBERTSON

Bernd Senf

Bernd Senf

Bernd Senf
Professor für Volkswirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Em. Seither freischaffend mit Vorträgen, Seminaren, Workshops, Publikationen und der Begleitung zukunftsweisender Projekte. Von ihm stammt die Bezeichnung Monetative.

Peter Ulrich
Professor für Wirtschaftsethik der Universität St.Gallen, Em. Standardwerk Integrative Wirtschaftsethik. Grundlagen einer lebensdienlichen Ökonomie in mehreren Auflagen und Übersetzungen. - ‘Dass Geschäftsbanken auf selbst geschöpftem Giralgeld durch Kreditvergabe an die öffentliche Hand (Staatsanleihen) Zinsen zu Lasten der Allgemeinheit verdienen, hat sich im Zeitalter eines entfesselten Finanzkapitalismus als höchst ungerechter Systemfehler erwiesen. Das Vollgeldkonzept geht dieses Problem an der Wurzel an.’

Peter Ulrich

Peter Ulrich

KAORU YAMAGOUCHI

KAORU YAMAGOUCHI

Kaoru Yamagouchi
Direktor des japanischen Zentrums für Zukunftsforschung Muratopia. Zuvor Professor für BWL & Economic System Dynamics an der Doshisha University Business School, Kyoto. Kooperiert mit dem American Monetary Institute. Seine Modelle zeigen: "Eine Währungsreform kann Schulden beseitigen ohne Rezession, Arbeitslosigkeit oder Inflation."

Stephen Zarlenga    † 25 Apr 2017
gründete das American Monetary Institute (www.monetary.org) im Jahr 1996. Autor von The Lost Science of Money (dt: Der Mythos vom Geld). Engagierter Protagonist einer Geldreform in den USA. Vgl. den Gesetzentwurf eines American Monetary Act, Grundlage des H.R. bill 2990 (N.E.E.D. Act). Davor arbeitete er im Handel von Finanzanlagen, Wertpapieren, Versicherungen, Investmentfonds, Immobilien und Termingeschäften. Nach seiner Analyse ist die Achillesferse des heutigen Kapitalismus "die private Kontrolle des Geldsystems und die daraus resultierenden Fehlentwicklungen".

Stephen Zarlenga

Stephen Zarlenga